Der Weg zurück über den Atlantik
- Leona
- 25. März
- 2 Min. Lesezeit
Der Atlantik schien immer so groß und jetzt für 16 und 17 Jährige plötzlich ganz friedlich. Auch bei der zweiten Atlantiküberquerung hatten wir viel Glück.
Der Abschied in Bermuda fiel uns schwer. Wir hielten uns am Steg fest und wollten eigentlich gar nicht los. Der Rückweg brachte gemischte Gefühle mit sich, gute und schlechte. Einerseits war man traurig, andererseits aber auch voller Vorfreude auf zu Hause. Seit fünf Monaten sind wir unterwegs. Wir hatten unglaublich schöne Momente, aber auch Momente, in denen man gezweifelt hat. Es gab Tage, an denen man Heimweh hatte und Tage, an denen man am liebsten gar nicht mehr nach Hause wollte.
Wir sind zu einer Familie geworden. Eine, die durch dick und dünn geht. Eine, die immer füreinander da ist und der Abschiede voneinander schwerfallen. Wenn wir zurückblicken, was wir alles erlebt haben, sind wir unglaublich stolz auf uns. Wir haben gelernt, unsere Ängste zu überwinden und Mut zu zeigen. Wir haben gelernt, stark zu sein, für uns selbst und für unsere Freunde. Es waren auch mal schwierige Zeiten, aber wir hatten uns und das wussten wir. Wir werden irgendwann gemeinsam in Amsterdam einlaufen und stolz auf uns sein. Uns feiern für das, was wir hinter uns gelassen haben.
Der Atlantik war der erste große Schritt zurück. Für mich persönlich war die Überfahrt eine der schönsten. Wir hatten richtig gutes Wetter und es ging uns allen gut. Oft haben uns Delfine besucht und sich vorne an der Bugwelle eine kleine Massage abgeholt. Auch in der Nacht haben wir sie gesehen. Durch ihre Bewegungen hat das Wasser geleuchtet. Traumhaft schön.
Wir haben viele verschiedene Aktionen veranstaltet. Ob eine Olympiade, ein Krimidinner oder Bingoabende, es wurde nie langweilig. In der Olympiade ging es darum, die Watches Alfa, Bravo und Charlie in verschiedenen Challenges gegeneinander antreten zu lassen. Die Emotionen sind dabei richtig hochgekocht. Als Linus, Keno Lo. und Keno Li. Plank so lange halten mussten, wie es ging, haben wir sie angefeuert und motiviert, bis sie etwas mehr als fünf Minuten durchgehalten haben.
Beim Krimidinner hatte jeder seine eigene Rolle, ob Klimaaktivistin, Schnösel oder Sportler. Wir mussten herausfinden, warum der Hausmeister unserer Schule kurz vor dem Schulball verschwunden ist. Durch Rätselraten und gemeinsame Diskussionen über Beweise konnten wir uns irgendwann zusammenreimen, wer der Schuldige ist, und haben am Ende abgestimmt.
Auch unser Bingoabend hat für richtig gute Stimmung gesorgt. Mit unserem selbst ausgedachten Bingo Song, den unsere liebe Lehrerin Sophie gedichtet hat, hatten wir immer etwas zu lachen, auch wenn wir ihn manchmal nicht mehr hören konnten. Immer wenn die Zahlen aufgerufen wurden, hat Robert etwas dazu gereimt. Lucky number 7 we all go to heaven, 42 I love you. Schlecht, aber einfach mega witzig.
We are playing Bingo
Get ready here and now
We are playing Bingo
Everybody is on board
We are playing Bingo
Do not run to the Klau
We are playing Bingo
B I N G O
In der Mitte des Atlantiks war es wieder so weit, die Atlantiktaufe stand an. Für Levi, Daria, Bruno, Sophie, David, Lotti und Diane war es das erste Mal über den Atlantik.
Nun sind wir auf den Azoren, unser letzter Halt, bevor wir uns auf den Weg Richtung Amsterdam machen.
Liebe Grüße von Leo an meine Familie!
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