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Vom Landratten-Dasein zum Seebären – unsere Atlantiktaufe

  • Anna
  • 18. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Ein aufregender Tag auf See!

Ich bin aufgrund meiner Nachtwache erst zum Mittagessen aufgestanden und dann haben wir alle erst einmal lecker gegessen. Da kam auch schon ganz überraschend die Ansage von Marie: Wir sollen uns jetzt alle gleich Badehosen und Bikinis anziehen, uns ein Handtuch überwerfen und so im Tagesraum warten.


Gesagt, getan – ein paar Minuten später saßen wir alle voller Aufregung und Ungewissheit im Messroom und fragten uns, was uns jetzt gleich erwarten würde. Das Outfit war sehr angenehm, da es in den letzten Tagen und Wochen schon sehr warm gewesen war.

In der Gruppe stehend sprachen wir der Reihe nach darüber, was wir vermuten, dass uns gleich erwarten wird, wie die Stimmung gerade so ist und wer wir glauben, wer als Erstes bzw. Letztes hinausgerufen wird. Uns allen dämmerte bereits eine Vermutung, was nun folgen würde: die Atlantiktaufe, von der man immer wieder wilde Gerüchte hört!

Die Ersten wurden hinausgerufen und um die Spannung zu überbrücken, spielten wir in einer kleinen Runde Spiele wie Empampiekolonie. Das war lustig!


Irgendwann wurde ich dann doch schneller als erwartet hinausgerufen. Eine Gedankenmischung aus „Oh Gott“ und „Das wird sicher lustig“ ging mir durch den Kopf. Mich hinaus ins Ungewisse wagend, mit bloßen Füßen auf das nasse Deck tretend, sah ich auch schon Essensreste überall herumliegen. Oh weh, jetzt komme ich nicht mehr raus, dachte ich – doch da musste ich auch schon lachen, als ich unsere Crew als Meeresgeschöpfe verkleidet stehen sah: Mathieu als wilder Seemann mit ausgefransten Seilen als Bart, Martin als Meereskönig und Marie als Seeprinzessin mit einem Seil-Hawairock – alle bewaffnet mit einem Schrubber!



Zuerst musste man sich vor Neptun (Martin) hinknien und seiner Geliebten (Marie) den Fuß küssen. Links saß Torren mit der Kamera, Anneke war mit einem riesigen Wasserschlauch bewaffnet und Chantal richtete die Bordkamera auf uns. Jetzt hieß es nur noch, sich seinem Schicksal zu ergeben und alles über sich ergehen zu lassen.

Schließlich musste ich mich flach auf den Bauch legen und wurde mit alten Lebensmitteln eingeschrubbt, um den ganzen Landschmodder abzubekommen, denn das ist alte Seemannstradition. Ich lag ziemlich unbeholfen da und musste dabei aber wirklich lachen. Nachdem die schroffen Schrubber endlich von mir wichen, kam der Wasserstrahl mit voller Wucht und wusch den letzten Landdreck ab.



Mit Wirsingblättern und anderen unidentifizierbaren Gemüseüberresten am ganzen Körper, in Kombination mit einer ordentlichen Menge Salzwasser im Mund, war der schlimmste Teil der Prozedur dann vorbei und getauft war ich als Hammerhai! Dass man ein maritimes Tier als Namen bekommt, ist nämlich Teil des Seemannrituals.

Zum krönenden Abschluss der (fast) bestandenen Atlantiküberquerung und der entsprechenden Seemannstaufe bekam jeder noch ein Ankertattoo. Noch voller Adrenalin hieß es dann, die nächste Person zu ihrem Glück herauszurufen und für einen selbst ging es weiter rauf aufs Achterdeck, von wo aus man in Ruhe und Sicherheit genüsslich den nachfolgenden Taufen zusehen konnte.



Das war ein sehr schöner und lustiger Tag, der mit einem abendlichen Ball ausgeklungen ist. Erinnerungen, die bleiben! 😊So können wir euch nun offiziell als Landratten grüßen – von uns waschechten Seebären! Es grüßt euer Hammerhai Anna

 
 
 

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