Zwischen Sternenhimmel und endlosem Blau
- Emma
- 11. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Hallo an alle vom Atlantik!
Unter uns sind gerade gut 11 Kilometer Wasser, aber dafür ist über uns, zumindest nachts, der klarste Sternenhimmel, den ich je gesehen habe! Gestern Abend konnten wir sogar Teile der Milchstraße erkennen. Seit wir am Freitag losgefahren sind, haben wir gar kein Land, nur ein weit entferntes Schiff gesehen, und langsam wird es schon ein bisschen gruselig. Das Meer ist so riesig im Vergleich zu uns …Andererseits fühlt es sich aber auch irgendwie nicht anders an als sonst: Das Meer ist immer noch blau und die Wolken immer noch weiß. Ich hätte irgendwie erwartet, dass es aufregender ist.

Weil am Samstag ja Nikolaus war, haben wir beschlossen, etwas zu tun, damit auch bei uns an Bord die Weihnachtsstimmung endlich ankommt. Also haben wir den Unterricht vorgezogen und den Rest des Nachmittags Plätzchen gebacken. Eigentlich wollten wir noch ein Um-die-Wette-Verzieren machen, aber irgendwie waren am nächsten Tag schon alle Plätzchen aufgegessen. Die waren aber auch echt gut ;).
Nach unserem etwas holprigen Deep Clean am Sonntag wurden abends dann die Sachen aus der Fundkiste wieder verteilt. Man muss 50 Cent in die Schiffskasse zahlen, um etwas zurückzubekommen, und alles, was niemandem gehört, wird dann versteigert. Das ist echt eine gute Möglichkeit, den eigenen Kleiderschrank ein bisschen zu erweitern ;).

Am Montag hatten wir nach dem Mittagessen ein Schüler-Meeting, aber weil es nicht viel zu besprechen gab, haben wir hauptsächlich über unser Werwolf-Real-Life-Spiel geredet, das Franzi und Aliyha vorbereitet haben. Am Abend hatten wir dann alle zusammen einen (etwas verspäteten) Start-der-Atlantik-Überquerung-Kakao. Als wir dann am Dienstag unser Werwolf-Real-Life-Spiel gestartet haben, das eigentlich mehrere Tage oder Wochen hätte dauern sollen, waren leider nach gut vier Stunden alle tot. Sagen wir’s mal so: Wir hatten sehr engagierte Werwölfe …
Am Abend konnte man dann vorne beim Klüvernetz ein bisschen Meeresleuchten sehen. Eigentlich war es eher Meeresglitzern, aber es war trotzdem sehr schön!
Gestern, am Mittwoch, war dann endlich unser Wassertank voll und wir haben den gesamten Vormittag damit verbracht, das Deck so richtig ordentlich zu putzen, nur damit es am Nachmittag von den Wellen wieder fast komplett überspült wurde, weil der Wind stärker wurde und damit auch die Wellen höher. Außerdem haben wir einen riesigen Fisch gefangen, den es heute zu Mittag gibt und wenn der genauso gut schmeckt wie der letzte, dann wird das ein kleines Festessen :).

Liebe Grüße gehen vor allem an …… meine Mama, die schon immer einmal Weihnachten in der Karibik verbringen wollte – danke, dass ich diesen Traum zuerst erfüllen darf!… meine ganze Familie, die das ganze Vorweihnachtsdrama ohne mich hinkriegen muss. Ich glaube an euch, und lasst euch nicht stressen!… Aliyhas Familie!
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